Herschfeld

Landtagsabgeordnete Ursula Sowa: "Diese Schule sollte Schule machen"

Nach pädagogischem Maßstab ist die Schule in Herschfeld ein Beispiel für eine gelungene Sanierung, beteuerte Grünen-Landtagsabgeordnete Ursula Sowa (2. von links) beim Rundgang mit (von links) Michael Wehner, dem Landtagsabgeordneten Paul Knoblach, Dagmar Richter und Schulleiterin Bettina Schindler.
Foto: Eckhard Heise | Nach pädagogischem Maßstab ist die Schule in Herschfeld ein Beispiel für eine gelungene Sanierung, beteuerte Grünen-Landtagsabgeordnete Ursula Sowa (2.

"Diese Schule sollte Schule machen". Zu diesem Ergebnis kam die Landtagsabgeordnete und baupolitische Sprecherin der Grünen, Ursula Sowa, nach ihrem Rundgang in der Grundschule Herschfeld. Die Politikerin aus Bamberg macht derzeit eine Tour und besucht 20 schulische Einrichtungen, um sich über die Umsetzung pädagogischer Konzepte in architektonischer Hinsicht zu informieren. Begleitet wurde sie vom Landtagsabgeordneten Paul Knoblach aus Werneck.

Ehemalige Kreisrätin und Lehrerin Dagmar Richter hatte den Besuch eingefädelt, um der Politikerin aus Bamberg – die selbst Architektin ist - ein Beispiel einer gelungenen Sanierung zu präsentieren. Schon bald offenbarte sich, dass bei einer Sanierung vielfältige pädagogische und praktische Ansprüche zu beachten sind. Schulleiterin Bettina Schindler erklärte, dass sie an den Vorplanungen gar nicht beteiligt war, weil sie erst vor kurzem an die Einrichtung gekommen ist.

Lob für Planer und Stadtbaumeister

Sie war voll der Anerkennung für die Planer und hob besonders Stadtbaumeister Michael Wehner hervor. Zusammen hätten sie die Bedürfnisse der Kinder und der Lehrer in ihren Überlegungen berücksichtigt. So wurden die Klassengrößen entsprechend der Funktionen gewählt. Inklusionsklassen wurden größer gestaltet. Die Brüstungshöhe der Fenster sei so gewählt, dass die Kinder im Unterricht nicht abgelenkt werden. Die Garderobe wurde außerhalb der Klassenräume installiert und die Flure werden durch natürliches Licht aus der Decke erleuchtet. Teppichböden mindern den Lärm, Tische können in der Höhe verstellt werden und vieles mehr, zählte die Pädagogin auf.

Viel Platz für die Kinder erkannten alle Teilnehmer als eine Voraussetzung, dass sich Kinder wohl fühlen. Deutlichster Hinweis sei, dass in der aktuellen Situation der halb besetzen Klassen die Kinder "wie ausgewechselt" seien, "keine Streitereien untereinander, viel konzentrierteres Arbeiten im Unterricht", schwärmte die Schulleiterin.

Hinweis auf fehlende Photovoltaikanlage

An der Belüftungsanlage spalten sich allerdings die Meinungen. Stadtbaumeister Michael Wehner beteuert, dass die übergeordneten Planungsstellen auf derlei Anlagen bestehen, während die Oberfränkin erklärte, dass es inzwischen energetische Möglichkeiten gebe, die alte Methode der Belüftung beizubehalten. Außerdem fiel dem Gast die fehlende Photovoltaikanlage auf, die nach den Worten Wehners "wirtschaftlich nicht darstellbar" gewesen sei. Knoblach warf ein, dass inzwischen auch der Ministerpräsident die Direktive ausgegeben habe, auf allen öffentlichen Gebäuden Photovoltaikanlagen zu installieren.

Doch was bedeutet das Ganze für die Kinder? Auf die Frage der Bambergerin, was ihm an der Schule gefalle, antwortete ein Bub, dass sie so groß sei. "Und was ist am Besten?" Etwas verschämt schaut der Bub nach unten, "die Lehrer".

                 

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