Mellrichstadt

Mellrichstadt: Ein "Leuchtturmprojekt" geschaffen

Das Team des Kinderhorts sang Ulrike Olfen zum Abschied ein Lied.
Foto: Brigitte Gbureck | Das Team des Kinderhorts sang Ulrike Olfen zum Abschied ein Lied.

Ein Kapitel geht zu Ende und ein neues fängt an – Ulrike Olfen wurde aus dem Amt der Leitung des „Hauses der Kinder“ verabschiedet - ein respektvoller und wertschätzender Umgang im Kinderhort wurde hervorgehoben. Eine illustre Schar hatte sich auf dem Schulhof der Malbach-Grundschule versammelt, um Ulrike Olfen, bis dato Leiterin des Hauses der Kinder in Mellrichstadt, zu verabschieden. Pfarrer Andreas Werner als Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde, die Träger der Einrichtung ist, hieß unter anderem Bürgermeister Michael Kraus willkommen.

Ulrike Olfen, den meisten als Ixi bekannt, war eine ihm so lange Zeit vertraute und unglaublich geschätzte Mitarbeiterin, betonte Pfarrer Werner. Seit 1. Mai 2008 war sie im Bereich der Kinderbetreuung, getragen durch die evangelische Kirchengemeinde, in leitender Funktion. Davor war sie schon Mitglied des Kirchenvorstandes. Als dann auf vielfachen Wunsch von Kindergarteneltern und der Stadt Mellrichstadt der Kinderhort an der Malbach-Grundschule gegründet wurde, wurde sie als Leiterin angestellt.

Mit vielen guten Wünschen wurde Ulrike Olfen (hintere Reihe, Mitte) aus dem aktiven Dienst und aus dem Amt der Leitung des Hauses der Kinder in Mellrichstadt verabschiedet. Hintere Reihe (von links): Traudl Kihn, Vertrauensfrau der ev. Kirche; Bianca Greiner, neue Leiterin des Kindergartens; Verena Bartholomäus, neue Leiterin des Kinderhorts; Bürgermeister Michael Kraus. Vordere Reihe (von links): Veronika Hartung, Pfarrsekretärin; Ilona Mültner und Denise Trapp, beide Elternbeiratsvertreterinnen; Doris Hulha, Konrektorin der Malbach-Grundschule, und Pfarrer Andreas Werner
Foto: Brigitte Gbureck | Mit vielen guten Wünschen wurde Ulrike Olfen (hintere Reihe, Mitte) aus dem aktiven Dienst und aus dem Amt der Leitung des Hauses der Kinder in Mellrichstadt verabschiedet.

Mit Ingrid Straub an ihrer Seite habe sie große Kompetenz im Bereich der Schulkinderbetreuung eingebracht, denn beide leiteten damals die Mittagsbetreuung. Mit ihrem Team habe sie – quasi aus dem Nichts – in großer Eile diesen Kinderhort aufgebaut. Mit viel Liebe habe sie diese Einrichtung zu einem Leuchtturmprojekt in der damaligen Landschaft der Kinderbetreuung im Landkreis gemacht. Und auch in den Schulferien war der Hort ganztags geöffnet. Eltern und Stadt seien glücklich gewesen. Jetzt habe die Stadt einen Hort, der sofort expandierte und immer voll war und schon wieder aus allen Nähten platzt.

Verständnis für Kinder und Eltern

Weshalb er so gut läuft? Auch wegen Ulrike Olfens freundlicher Art, ihrer Pädagogik auf aktuellem Stand und des großen entgegengebrachten Verständnisses für Kinder, Eltern, Lehrer, Stadt und nicht zuletzt für ihn als Vertreter des Trägers, so Pfarrer Werner. 2015 wurden Kindergarten mit Krippe und Kinderhort fusioniert zu einem „Haus der Kinder“. Als die Kindergartenleiterin Ingrid Federlein 2017 in den Ruhestand ging, habe sie sich auf die neue Aufgabe der Gesamtleitung des Hauses der Kinder eingelassen und damit Neuland betreten. Auf ihren Rat hin wurden zwei Nachfolgerinnen gesucht. Verena Bartolomäus ist nun Leiterin des Hortes und Bianca Greiner Leiterin des Kindergartens. 

Diese Entwicklung des Hortes habe man Ulrike Olfen zu verdanken, begann Verena Bartholomäus, Nachfolgerin in der Hortleitung, ihre Rede. Es sei offenkundig, wie respektvoll und wertschätzend miteinander umgegangen wird. Auch die neue Kindergartenleiterin Bianca Greiner bedankte sich für die, wenn auch kurze, Zeit mit Ulrike Olfen. Die Elternbeiratsvertreterinnen Denise Trapp und Ilona Mültner bedankten sich im Namen ihrer Kinder, dass sie die Sorgen der Kinder ernst genommen und viel Geduld bewiesen habe und für den Elternbeirat immer ansprechbar gewesen sei.

Gestiegene Hortzahlen

Bürgermeister Michael Kraus bedankte sich im Namen der Stadt für die geleistete Arbeit, speziell für alle Bürger Mellrichstadts und für die Eltern. Dass die Hortzahlen gestiegen seien, zeige, wie wichtig er für die Stadt ist. Er sei dankbar, dass ein kirchlicher Träger ein Haus der Kinder betreibt. Doris Hulha von der Malbach-Grundschule meinte, dass sie und Ulrike Olfen sich eine gefühlte Ewigkeit kennen. Erst sei sie als Mutter mit Tochter Jana gekommen, dann kamen die Kindergartenkinder, am Ende seien sie ins Schulhaus eingezogen. Sie seien zwei gute Teams gewesen, die gut miteinander ausgekommen seien.

Und dann kam „Ixi“ selber zu Wort, die „richtig geplättet“ von den Geschenken und den schönen Worten sei. Als sie 1998/1999 die Nachmittagsbetreuung an der Schule übernommen hatte, hätte sie nicht gedacht, dass sie in ihrem letzten Dienstjahr eine Vollzeitstelle als Leiterin einer Kita haben würde. Aus den letzten Dienstmonaten hatte sie noch eine kleine Geschichte parat: Ein Erstklässler habe sie gefragt: Ixi, bist du die Chefin hier? Ja. - Und vom Kindergarten auch? Ja. Warum? - Für eine Chefin siehst du ganz nett aus. Ja, Kindermund halt.

Viel von den Kindern gelernt

Ulrike Olfen dankte der evangelischen Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung und den Kirchenvorständen, die ihr immer Vertrauen entgegengebracht hätten. Pfarrer Werner als Vertreter des Trägers dankte sie, dass sie manches Problem miteinander gelöst und manche fröhliche Stunde bei manchen Feiern verbracht haben. Weiterer Dank galt unter anderem auch Pfarrsekretärin Veronika Hartung und den Teams für alle Mühe, Unterstützung, Tatkraft und Geduld. Sie hätten sich immer aufeinander verlassen können. Auch die verschiedenen Elternbeiräte und die Eltern wurden erwähnt, René Fischer war ein Elternbeirat der ersten Stunde. Und mit den Hauptpersonen, den Kindern, hätte sie manche frohe Stunde verbracht und viel von ihnen gelernt. Sie zeigte sich zutiefst dankbar, dass in all der Zeit nichts passiert ist und sie die Kinder immer wohlbehalten in die Obhut ihrer Eltern geben konnte. 

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