Bad Neustadt

Rhön-Klinikum: Psychosomatik bekommt wieder eine Reha

Die vorbereitenden Arbeiten für die Tiefengründung des Klinikneubaus haben begonnen. Für die Stabilität sind viele Bohrpfähle nötig.
Direkt neben der Akutabteilung der Psychosomatischen Klinik entsteht in der Kurhausstraße die stationäre Reha-Klinik. Dafür werden innerhalb der nächsten fünf Wochen 62 Bohrlöcher für die Tiefengründung gebohrt.
Foto: Hubert Herbert | Direkt neben der Akutabteilung der Psychosomatischen Klinik entsteht in der Kurhausstraße die stationäre Reha-Klinik. Dafür werden innerhalb der nächsten fünf Wochen 62 Bohrlöcher für die Tiefengründung gebohrt.

Einer der ersten Schritte auf dem Weg zum neuen Rhön-Klinikum Campus war 2016 der Umzug der Psychosomatischen Klinik in die komplett renovierte ehemalige Kurpark-Klinik, die seit 1997  leer am Rand des Bad Neuhäuser Kurparks gestanden und in der Bevölkerung inzwischen den Spitznamen "Schwarze Moschee" bekommen hatte. Nach vielen Spekulationen, was aus dem Gebäude werden sollte, kam 2014 vom Rhön-Klinikum-Vorstand schließlich die Entscheidung zum Umbau in die neue Psychosomatische Klinik. 

Umzug zunächst ohne Reha

Die alte musste auf dem Klinikberg für den Neubau weichen. Der Umzug an den Kurpark erfolgte etwa ein halbes Jahr, nachdem an der Psychosomatischen Klinik in Bad Neustadt im Herbst 2015 das 40-jährige bestehen gefeiert worden war. Allerdings bedeutete der Umzug, das vorläufige Aus für den psychosomatischen Reha-Bereich. Zwar bekam der Akutbereich  im Gebäude am Kurpark mit insgesamt 240 Betten 22 mehr als zuvor, für den Reha-Bereich reichte allerdings der Platz im neuen Gebäude nicht aus.

Die Reha-Abteilung, über die die Psychosomatische Klinik seit den 90er Jahren verfügte, wurde „ruhend gestellt“, wie es Geschäftsführer Burkhard Bingel damals formulierte. Um sie wieder anbieten zu können, sei ein zusätzliches Gebäude direkt daneben nötig. Dieses Gebäude wird nun gebaut, wie es in einer Mitteilung des Rhön-Klinikum Campus heißt. 

62 Stahlbeton-Bohrpfähle

Vor wenigen Tagen haben die vorbereitenden speziellen Tiefbauarbeiten für den Neubau der Psychosomatischen Klinik für stationäre Rehabilitation begonnen.  Für das Gebäude an der Bad Neustädter Kurhausstraße ist eine so genannte Pfahlgründung nötig. Dafür bohren die Bauarbeiter in den nächsten fünf Wochen. Insgesamt 62 Stahlbeton-Bohrpfähle mit Durchmessern von 90 und 120 Zentimeter Durchmesser müssen in den Untergrund, um die Bodenplatte für den neuen fünfgeschossigen Klinikbau zu tragen. Würde man alle Betonpfähle hintereinander legen, hätten sie zusammen ein Gesamtlänge von etwa 1000 Metern - jeder Pfahl im Durchschnitt als ungefähr 16 Meter.

115 Patientenzimmer

Der Neubau schließt sich direkt an die bestehende psychosomatische Tagesklinik an und wird mit dem Kurhaus verbunden sein. Außerdem wird ein direkter Zugang zum Kurpark geschaffen. Wie es vom Rhön-Klinikum Campus heißt, werden in der neuen Psychosomatischen Reha-Klinik 115 moderne Einzelbettzimmer für Patienten zur Verfügung stehen sowie Therapie- und Gruppenräume, Arzt- und Personalzimmer.

Fertigstellung Ende 2021 

Zum Zeitablauf heißt es aus dem Unternehmen, dass der eigentliche Rohbau auf den 62 Pfählen Anfang November beginnen soll. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der Reha-Klinik ist demnach für Ende des Jahres 2021 geplant - nach gut zwei Jahren Bauzeit also. Während es in der Akutklinik der Psychosomatik in erster Linie um Krisenintervention geht, stehen in der Reha-Klinik unter anderem Motivationsarbeit und  einsichtsvermittelnde und übende Verfahren im Vordergrund. 

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