Würzburg

200 Motorradfahrer starteten in Würzburg zum ersten "Fellows Ride"

200 Biker trafen sich am Samstag, um bei einer gemeinsamen Tour auf das Thema Depressionen aufmerksam zu machen. Initiator Dieter Schneider hofft bundesweit auf Nachahmer.
Ex-Schwimm-Weltmeister Thomas Lurz ließ in Würzburg die Startflagge für den von Dieter Schneider initiierten 'Fellows Ride' fallen.
Foto: Herbert Ehehalt | Ex-Schwimm-Weltmeister Thomas Lurz ließ in Würzburg die Startflagge für den von Dieter Schneider initiierten "Fellows Ride" fallen.

Das Thema Depressionshilfe ins Rollen zu bringen war Ziel des "Fellows Ride", der am vergangenen Samstag am Parkplatz des XXXLutz Möbelhauses in Würzburg, startete. Und die Resonanz der von Dieter Schneider initiierten Pilotveranstaltung war überwältigend: Das Ziel der Organisatoren von 100 teilnehmenden Bikern, die mit einer gemeinsamen Ausfahrt unter dem Motto "Mit offenem Visier für Depressionshilfe" für das Thema sensibilisieren sollten, wurde deutlich überschritten.

Entsprechend den Vorgaben der Stadt Würzburg durften sich maximal 200 Biker auf den Weg durch Weinfranken machen. Und das Kontingent des Anmeldeportals war schnell ausgeschöpft. So blieb so manchem Biker nur die Möglichkeit sich spontan an der Motorrad-Demo zu beteiligen.

Endlich wieder gemeinsam auf der Straße unterwegs

Die Organisatoren Dieter Schneider, Peter Grethler, Karl Miller und Guido Molinari hatten vorab nicht mit einem solchen Andrang gerechnet. Werner Seifert, Leiter der Motorradstaffel des Polizeipräsidiums, äußerte Verständnis für die Situation: "Die Teilnahme wird hier niemandem verwehrt, der sich an die Vorgaben des Infektionsschutzes und der Straßenverkehrsordnung hält, weil wir alle Bock haben und heiß darauf sind, endlich wieder gemeinsam unterwegs sein zu dürfen."

Lesen Sie auch:

Und so ließ der ehemalige Schwimm-Weltmeister Thomas Lurz, der als Tour-Pate fungierte, gerne die Startflagge fallen. Die Teilnehmenden wurden auf der über 168 Kilometer langen Ausfahrt von der kompletten Motorradstaffel des Polizeipräsidiums begleitet. Um den Menschen in der Region den Hintergrund zu verdeutlichen, rief Mit-Organisator Peter Grethler die Biker dazu auf, demonstrativ "mit offenem Visier für Depressionshilfe" durch die Orte zu fahren.

Initiator Dieter Schneider, dessen Sohn sich wegen schwerer Depressionen das Leben nahm, hatte die Idee zum "Fellows Ride" 2018 in Australien, wo er bei einer Weltreise mit seinem Motorrad Station machte, übernommen. Schneiders Ziel ist es, bundesweit den "Fellows Ride" zur Sensibilisierung der Gesellschaft zum Thema Depression zu verbreiten. "Ich möchte dabei helfen ein Klima zu schaffen, in dem über mentale Krisen offen gesprochen werden kann. Ich möchte direkt und indirekt betroffenen Menschen Mut machen und ihnen die Angst vor einer Stigmatisierung nehmen", so Schneider über seinen Antrieb.

Nichts mehr verpassen: Abonnieren Sie den Newsletter für die Region Würzburg und erhalten Sie dreimal in der Woche die wichtigsten Nachrichten aus Ihrer Region per E-Mail.
Themen & Autoren / Autorinnen
Würzburg
Herbert Ehehalt
Angst
Depressionen
Dieter Schneider
Guido Molinari
Infektionsschutz
Krisen
Motorradfahrer
Stadt Würzburg
Thomas Lurz
Werner Seifert
Lädt

Damit Sie Schlagwörter zu "Meine Themen" hinzufügen können, müssen Sie sich anmelden.

Anmelden

Das folgende Schlagwort zu „Meine Themen“ hinzufügen:

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits.

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
Kommentare (3)
Aktuellste Älteste Top

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!