Würzburg

Wie in Würzburg noch vor Kriegsende die Nachkriegszeit begann

Vor 75 Jahren, am 4. April 1945, begann der Kampf der US-Armee um Würzburg. Kurz darauf war er entschieden. Vom Studentenhaus aus wurde dann das Nachkriegsleben dirigiert.
Im September 1945 schufen die amerikanischen Besatzer den 'Stadtbeirat', eine Vorform des im Mai 1946 gewählten ersten Stadtrats. Auf dem Foto steht Oberbürgermeister Gustav Pinkenburg als Zweiter von rechts im hellen Mantel in der ersten Reihe. Links hinter ihm ist Bürgermeister Georg Sittig zu sehen, links hinter diesem Max Fechenbach, der die wiedergegründete jüdische Gemeinde im Stadtbeirat vertrat.
Foto: Walter Röder | Im September 1945 schufen die amerikanischen Besatzer den "Stadtbeirat", eine Vorform des im Mai 1946 gewählten ersten Stadtrats. Auf dem Foto steht Oberbürgermeister Gustav Pinkenburg als Zweiter von rechts im hellen Mantel in der ersten Reihe. Links hinter ihm ist Bürgermeister Georg Sittig zu sehen, links hinter diesem Max Fechenbach, der die wiedergegründete jüdische Gemeinde im Stadtbeirat vertrat.

Wenn der 16-jährige Rainer Spitznagel aus dem Fenster seines Büros im Studentenhaus am Sanderrasen blickte, sah er im Hof etwas, das so gar nicht zu der Trümmerwüste passte, durch die er gerade gestolpert war: blank polierte deutschen Oberklasse-Autos. Die waren ihren Eigentümern weggenommen worden und dienten jetzt den amerikanischen Besatzern.Spitznagels Familie war in Grombühl ausgebombt worden und lebte in einer Hütte am Leitensee bei Güntersleben.

Archiv-Artikel
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