Haßfurt

Coronavirus: Wieder ein Todesopfer im Landkreis Haßberge

Damit sind jetzt zehn Menschen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit verstorben. Der Haßbergkreis hat weiter die höchste 7-Tage-Inzidenz in Unterfranken
33 nachgewiesene Neuinfektionen innerhalb eines Tages und ein weiterer Todesfall: Die Corona-Pandemie beeinflusst das Leben der Menschen im Haßbergkreis derzeit maßgeblich.
Foto: René Ruprecht | 33 nachgewiesene Neuinfektionen innerhalb eines Tages und ein weiterer Todesfall: Die Corona-Pandemie beeinflusst das Leben der Menschen im Haßbergkreis derzeit maßgeblich.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie ist im Landkreis Haßberge ein weiteres Todesopfer zu beklagen. Das Landratsamt Haßberge teilte am Montag mit, dass ein 67-jähriger Mann in einer stationären Einrichtung gestorben sei, "der an einer schweren Grunderkrankung litt". Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle auf 10. Landrat Wilhelm Schneider drückte den Angehörigen und Freunden der Verstorbenen in der jüngsten Verlautbarung aus Landrats- und Gesundheitsamt sein Mitgefühl aus.

270,19: Höchste bisher gemessene Inzidenz

Was die aktuelle Dynamik der Pandemie anbelangt, sticht der Landkreis Haßberge weiterhin aus der nach Landkreisen und kreisfreien Städten untergliederten Landkarte des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL, Erlangen) heraus. Zumindest, wenn man Unterfranken betrachtet: Hier hat der Haßbergkreis Stand Montag mit dem Wert von 270,19 die mit Abstand höchste 7-Tage-Inzidenz im Regierungsbezirk. An Nummer 2 folgt die Stadt Schweinfurt mit 204,02, alle anderen Landstriche liegen - wie weite Teile Bayerns - unter der 200-er-Marke.

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Mehr als jeden 100. Haßbergler hat es inzwischen "erwischt"

Das LGL hat für den Landkreis zudem knapp 1049 Fälle pro 100 000 Einwohner errechnet. Seit Ausbruch der Seuche haben sich laut aktueller Statistik 885 Männer, Frauen und Kinder im Haßbergkreis mit dem Virus infiziert, womit sich auch in absoluten Zahlen leicht absehen lässt, dass inzwischen mehr als jeder 100. Einwohner betroffen ist. Denn im Landkreis sind etwa 84 000 Bürger gemeldet.

1707 Personen in Quarantäne

Laut Gesundheitsamt Haßberge haben die Behörden im Haßbergkreis am Montag, Stand 15 Uhr, 33 weitere Neuinfektionen registriert. Von den 885 Menschen, die das Virus befallen habe, seien 531 inzwischen genesen. 344 Personen gelten somit noch als infiziert. Behördensprecherin Moni Göhr nennt die Zahl von 10 Personen, die infolge ihrer Infektion mit Covid 19 stationär im Krankenhaus behandelt werden müssten; drei von ihnen befänden sich auf der Intensivstation. Noch einmal gewachsen ist auch die Zahl jener Haßbergler, die sich in häusliche Isolation begeben mussten. Hiervon waren am Montag 1707 Personen betroffen.

Weiterhin diffuses Ausbruchsgeschehen

Einmal mehr sprechen die heimatlichen Gesundheitsbehörden von einem diffusen Ausbruchsgeschehen. Es handele sich bei den Neuinfektionen um Personen verschiedener Altersgruppen, verteilt auf den gesamten Landkreis. "Sowohl Kinder als auch Jugendliche sowie Personen im mittleren Erwachsenenalter und Senioren wurden positiv getestet", heißt es in den jüngsten Ausführungen zur Pandemie. Eine große Anzahl der letzten Infektionsfälle gehe auf die Testungen von Personen zurück, die sich bereits in Quarantäne befänden, weil sie direkt Kontakt zu einem Infizierten hatten. "Dazu kommen Infektionen in Schulen und Kindergärten sowie Ansteckungen am Arbeitsplatz und im familiären Bereich" schreibt Moni Göhr und ergänzt: "Neu betroffen von einem positiven Coronafall sind die Grund- und Mittelschule Theres sowie die Paul-Moor-Schule Stettfeld."

Besuchsverbot im Krankenhaus

Die Behörden erinnern einmal mehr daran, dass gegenwärtig in den Haßberg-Kliniken ein generelles Besuchsverbot herrscht. Ausnahmen würden nur für werdende Väter, die bei der Entbindung dabei sein dürfen, sowie bei Schwerstkranken und Patienten am Lebensende gemacht, allerdings nur nach Rücksprache mit den zuständigen Ärzten.

Wer sich im "Bayerischen Testzentrum" am Kreisabfallzentrum Wonfurt auf das Virus testen lassen will, muss sich wie gehabt vorher online über die Homepage des Landkreises (www.hassberge.de) anmelden oder, falls er dazu keine Möglichkeit hat, unter der Rufnummer (09521) 27-720 montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr einen Termin geben lassen.

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