Mellrichstadt

Der Weg ist frei für die Neugestaltung des Loose-Areals

Nachdem das ehemalige Loose-Areal bereits geräumt worden ist, machte der Mellrichstädter Stadtrat nun auch mit dem offiziellen Bauantrag den Weg zur Neugestaltung des Geländes frei.
Foto: Eckhard Heise | Nachdem das ehemalige Loose-Areal bereits geräumt worden ist, machte der Mellrichstädter Stadtrat nun auch mit dem offiziellen Bauantrag den Weg zur Neugestaltung des Geländes frei.

Bei der jüngsten Stadtratssitzung in Mellrichstadt handelte das Gremium in eigener Sache. Dass das Projekt "Freizeitareal an der Stadtmauer" (ehemals Loose-Areal) jetzt umgesetzt wird, wird nicht nur aus dem bereits vollendeten Abriss von Gebäuden und der Räumung des Geländes ersichtlich, sondern auch aus einem Bauantrag, den die Stadt selbst stellte. Darin geht es um die künftigen Bestandteile in dem Freizeitpark. Aufgeführt sind dabei unter anderem ein WC- und Lagergebäude, ein Sonnendeck und ein Holzsteg. Da die Pläne schon mehrfach vorgestellt worden waren, winkten die Mandatsträger den Antrag ohne weitere Diskussion durch.  

Der geplante Neubau eines Mehrfamilienwohnhauses am Hainberg scheidet hingegen die Geister im Stadtrat. Schon in der Sitzung des Bauausschusses Mitte April rankte sich eine Diskussion um das Thema, ob sich der dreigeschossige Bau in die Umgebung einfügt und ob das Gebäude zu nahe an der Straße geplant ist. Der Bauherr hatte nun seine die Pläne überarbeitet und dem Gremium zur Beratung vorgelegt. Doch auch in dieser Sitzung zeichneten sich verschiedene Vorbehalte ab.

Entscheidung liegt beim Landratsamt

Trotz einer Verschiebung des Baukörpers hatten Markus Groenen und auch andere Stadträte weiterhin Bedenken gegenüber der Größe des Anwesens, die auch von Anliegern beanstandet wird. Das Vorhaben binde sich nicht in die vorhandene Bebauung ein, argumentierten die Mandatsträger. Wenn dem Vorhaben zugestimmt werde, würde ein Präzedenzfall geschaffen und ähnlichen Anfragen Tür und Tor geöffnet werden, war man sich einig.

Bürgermeister Michael Kraus machte darauf aufmerksam, dass die Stadt nur eine Stellungnahme aus baurechtlicher Sicht abgebe. In dieser Hinsicht gebe es nichts zu beanstanden, auch wenn er selbst das Bauvorhaben kritisch sehe. Als maßgebliche Instanz könne das Landratsamt einen Beschluss des Stadtrats aufheben, wenn alle Auflagen des Bauantrags erfüllt sind, machte er deutlich. Letztendlich blieb die Mehrheit des Gremiums aber bei der Ablehnung, nur vier Volksvertreter befürworteten die Bauvoranfrage.      

Brunnen zum Bewässern der Felder

In einem weiteren Fall hat die Stadt ebenfalls nur beschränkte Zugriffsmöglichkeit. Ein Landwirt aus Junkershausen möchte in der Gemarkung Bahra einen Brunnen bohren, um seine Felder zu bewässern. Für diese Genehmigung ist eigentlich das Wasserwirtschaftsamt zuständig. Die Stadt muss allerdings vom Anschlusszwang an die öffentliche Wasserversorgung befreien, was für die Mandatsträger kein Problem darstellte.

Den Voranfragen für den bau zweier Einfamilienhäuser in Mellrichstadt gaben die Bürgervertreter ebenso grünes Licht wie dem Dachumbau an einem bestehenden Anwesen. Der Bau von drei Garagen in Sondheim wurde dagegen abgelehnt,  weil sich das Vorhaben im Außenbereich befindet und keine Privilegierung vorliegt. Keine Einwände gab es für den Umbau eines Wohnhauses und den Anbau eines Carports in Mellrichstadt.

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