Karlstadt

Bürgermeisterwahl 2020: Wer sind die Kandidaten in Karlstadt?

Wer kandidiert im März für das Amt des Bürgermeisters? Was sind die Ziele der Bewerber? Wer hat die besten Chancen? Alles auf einen Blick.
Das Karlstadter Rathaus.
Foto: Markus Rill | Das Karlstadter Rathaus.

Nach zwölf Jahren und zwei Amtszeiten tritt Bürgermeister Paul Kruck (Freie Wähler) nicht mehr an. Dass er die Schließung des Karlstadter Krankenhauses nicht verhindern konnte, kreiden ihm viele Bürger an. In nächster Zeit werden einige von Kruck und dem Stadtrat angestoßene Projekte noch umgesetzt oder fertiggestellt, darunter die Sanierung des Kinderhauses Heilige Familie, sozialer Wohnungsbau am Stationsweg und die Ortsumfahrung Wiesenfeld. Der Bau der B26n, die hohe Nachfrage nach Kindergartenplätzen und der Wohnraumbedarf sind weitere Themen, die Karlstadt in Zukunft beschäftigen werden. 

Wer kandidiert 2020 für das Amt des Bürgermeisters in Karlstadt?

Stefan Rümmer (SPD): Der gebürtige Karlstadter will die Altstadtsanierung fortsetzen, neue Parkplätze schaffen und den Tourismus voranbringen. Der 40-jährige Düker-Betriebsratsvorsitzende ist ledig und sitzt seit 18 Jahren im Stadtrat.

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Michael Hombach (CSU): Der 41-Jährige sitzt seit 2008 im Stadtrat. Er will neue Kita-Plätze und Betreuungsangebote für Senioren schaffen sowie die Wirtschaft stärken. Hombach ist verheiratet, Vater dreier Kinder und arbeitet als wirtschaftlicher Leiter bei der Vereinigung der Freunde der Burg Rothenfels.

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Armin Beck (Grüne): Der 51-jährige Rechtsanwalt tritt zum zweiten Mal als Bürgermeisterkandidat an. Er will den Bau der B26n verhindern; fördern will er die Nutzung von erneuerbaren Energien ebenso wie den Bau von seniorengerechten und Mehrfamilienhäusern. Beck ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Benedikt Kaufmann (Freie Wähler): Der 34-Jährige will frischen Wind ins Rathaus bringen, einen Umweltbeirat und einen Wirtschaftslotsen installieren. Der Leiter des Bauamts im Landratsamt Würzburg hat bisher keine politische Erfahrung; er ist verheiratet und hat drei Kinder.

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Wie ist die Kommunalwahl 2014 in Karlstadt ausgegangen? 

2014 setzte sich Amtsinhaber Paul Kruck (FW) in der Stichwahl klar gegen den damals erst 33-jährigen Florian Burkard (CSU) durch. Armin Beck (Grüne) und Martha Bolkart-Mühlrath (SPD) scheiterten bereits im ersten Durchgang. Im Karlstadter Stadtrat sitzen zurzeit acht CSUler, sechs Freie Wähler und je fünf Vertreter der Grünen und der SPD. Bis zur Wahl Paul Krucks im Jahr 2008 stellte die SPD mit Karl-Heinz Keller den Bürgermeister.

Analyse: Wer hat gute Chancen auf den Job als Rathauschef?
Markus Rill
Foto: Angie Wolf | Markus Rill
Eine Entscheidung im ersten Wahlgang wäre eine Überraschung. Viele trauen CSU-Kandidat Michael Hombach den Sprung in die Stichwahl zu. Der gebürtige Karlstadter und bestens vernetzte Stefan Rümmer (SPD) hat ebenfalls gute Aussichten. Armin Beck (Grüne) wird in erster Linie mit seinem Widerstand gegen die B26n assoziiert – ist das mehrheitsfähig? Die Freien Wähler stellten bisher den Bürgermeister, aber kann der junge Benedikt Kaufmann schon im ersten Anlauf ein starkes Ergebnis erzielen?
Die Wahl in Karlstadt wird hoch interessant, ein klarer Favorit lässt sich im Vorfeld nicht ausmachen. 
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