GEMÜNDEN

Sechs Stolpersteine in Gemünden verlegt

Sechs Stolpersteine in Gemünden verlegt       -  (lies)   In einer würdigen Gedenkfeier verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig am Montagvormittag die sogenannten Stolpersteine für sechs in der Nazi-Zeit ermordete jüdische Mitbürger. Nur ihr Schicksal – von insgesamt 67 Mitgliedern der jüdischen Gemeinde 1933 – konnte bis jetzt geklärt werden. Wie berichtet, hatte Ulf Fischer für sie die Stolpersteinaktion zu den Unterfränkischen Kulturtagen angeregt, was Bürgermeister Georg Ondrasch namens der Stadt aufgriff. Die Steine mit den Messingkappen für Laura und Nathan Sichel, Erna Blum, Heinemann Grünbaum, Fanny Weinberg und Heinrich Grünbaum liegen jetzt im Pflaster am Marktplatz, in der Scherenberg- und in der Obertorstraße. Der frühere Gemündener Lokalredakteur Stefan Reis erinnerte in einer Rede an das Schicksal der Verfolgten und erläuterte die Bedeutung der mittlerweile europäischen Stolperstein-Aktion, für die Demnig mehrfach von staatlicher und jüdischer Seite ausgezeichnet wurde. Über 20 400 Steine hat er nach eigenen Angaben bis jetzt verlegt. Je zwei Vertreter aller Klassen der Hauptschule Gemünden, die eine Stein-Patenschaft übernommen hat, wohnten der Feier bei und legten Kiesel und Rosen nieder. Den musikalischen Part übernahmen Michael Albert und sein Sohn Jakob. Ein ausführlicher Bericht folgt.
(lies) In einer würdigen Gedenkfeier verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig am Montagvormittag die sogenannten Stolpersteine für sechs in der Nazi-Zeit ermordete jüdische Mitbürger. Nur ihr Schicksal – von insgesamt 67 Mitgliedern der jüdischen Gemeinde 1933 – konnte bis jetzt geklärt werden. Wie berichtet, hatte Ulf Fischer für sie die Stolpersteinaktion zu den Unterfränkischen Kulturtagen angeregt, was Bürgermeister Georg Ondrasch namens der Stadt aufgriff. Die Steine mit den Messingkappen für Laura und Nathan Sichel, Erna Blum, Heinemann Grünbaum, Fanny Weinberg und Heinrich Grünbaum liegen jetzt im Pflaster am Marktplatz, in der Scherenberg- und in der Obertorstraße. Der frühere Gemündener Lokalredakteur Stefan Reis erinnerte in einer Rede an das Schicksal der Verfolgten und erläuterte die Bedeutung der mittlerweile europäischen Stolperstein-Aktion, für die Demnig mehrfach von staatlicher und jüdischer Seite ausgezeichnet wurde. Über 20 400 Steine hat er nach eigenen Angaben bis jetzt verlegt. Je zwei Vertreter aller Klassen der Hauptschule Gemünden, die eine Stein-Patenschaft übernommen hat, wohnten der Feier bei und legten Kiesel und Rosen nieder. Den musikalischen Part übernahmen Michael Albert und sein Sohn Jakob. Ein ausführlicher Bericht folgt. Foto: FOTO Michael Fillies
(lies) In einer würdigen Gedenkfeier verlegte der Kölner Künstler Gunter Demnig am Montagvormittag die sogenannten Stolpersteine für sechs in der Nazi-Zeit ermordete jüdische Mitbürger. Nur ihr Schicksal – von insgesamt 67 Mitgliedern der jüdischen Gemeinde 1933 – konnte bis jetzt geklärt werden. Wie berichtet, hatte Ulf Fischer für sie die Stolpersteinaktion zu den Unterfränkischen Kulturtagen angeregt, was Bürgermeister Georg Ondrasch namens der Stadt aufgriff. Die Steine mit den Messingkappen für Laura und Nathan Sichel, Erna Blum, Heinemann Grünbaum, Fanny Weinberg und Heinrich Grünbaum liegen jetzt im Pflaster am Marktplatz, in der Scherenberg- und in der Obertorstraße. Der frühere Gemündener Lokalredakteur Stefan Reis erinnerte in einer Rede an das Schicksal der Verfolgten und erläuterte die Bedeutung der mittlerweile europäischen Stolperstein-Aktion, für die Demnig mehrfach von staatlicher und jüdischer Seite ausgezeichnet wurde. Über 20 400 Steine hat er nach eigenen Angaben bis jetzt verlegt. Je zwei Vertreter aller Klassen der Hauptschule Gemünden, die eine Stein-Patenschaft übernommen hat, wohnten der Feier bei und legten Kiesel und Rosen nieder. Den musikalischen Part übernahmen Michael Albert und sein Sohn Jakob. Ein ausführlicher Bericht folgt.

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